TennisGate Knowledge Base

Side Activities

Im Gruppentraining entstehen immer wieder Phasen, in denen nicht alle gleichzeitig an der Hauptaufgabe beteiligt sind. Side Activities sind ergänzende Aufgaben, die diese Zeit gezielt für das Training nutzen. Sie können beispielsweise neben einer Schlagübung, während einer Rotation oder zwischen einzelnen Einsätzen durchgeführt werden. Ihr Wert entsteht jedoch nicht allein dadurch, dass sich die Gruppe […]

Im Gruppentraining entstehen immer wieder Phasen, in denen nicht alle gleichzeitig an der Hauptaufgabe beteiligt sind. Side Activities sind ergänzende Aufgaben, die diese Zeit gezielt für das Training nutzen. Sie können beispielsweise neben einer Schlagübung, während einer Rotation oder zwischen einzelnen Einsätzen durchgeführt werden.

Ihr Wert entsteht jedoch nicht allein dadurch, dass sich die Gruppe mehr bewegt. Side Activities brauchen ein klares Lernziel, müssen zum Hauptthema der Trainingseinheit passen und in ihrer Ausführungsqualität überprüft werden. Dafür gehören sie genauso sorgfältig geplant wie die Hauptaufgabe.

Was sind Side Activities?

Side Activities sind kurze, klar beschriebene Zusatzaufgaben, die parallel zur Hauptaufgabe möglichst selbstständig ausgeführt werden. Je nach Trainingsziel können sie technische, koordinative, taktische oder athletische Inhalte aufgreifen.

Dazu zählen beispielsweise Aufgaben zur Ballkontrolle, vorbereitende Bewegungen ohne Ball, gezielte Wahrnehmungsaufgaben oder einfache Partneraufgaben. Auch ein klar formulierter Beobachtungsauftrag kann eine Side Activity sein.

Entscheidend ist die Funktion: Die Zusatzaufgabe soll das Lernen unterstützen und sich sinnvoll in die Organisation der Trainingseinheit einfügen.

Das Hauptthema gibt die Richtung vor

Eine Side Activity sollte einen erkennbaren Bezug zum Schwerpunkt der Trainingseinheit haben. Eine beliebige Zusatzaufgabe kann zwar für Bewegung sorgen, trägt aber nicht automatisch zum eigentlichen Lernziel bei.

Steht beispielsweise die Kontrolle des Treffpunkts im Mittelpunkt, können ergänzende Aufgaben das Treffen vor dem Körper oder die Dosierung des Schlägereinsatzes aufgreifen. Geht es um den Return, bieten sich Aufgaben zum Wahrnehmen des gegnerischen Treffmoments und zum Timing des Split Steps an.

Der Bezug zum Hauptthema kann unterschiedliche Formen haben:

  • Vorbereiten: Eine vereinfachte Aufgabe schafft Voraussetzungen für die Hauptaufgabe.
  • Vertiefen: Ein einzelner Schwerpunkt wird mit geringer Komplexität wiederholt.
  • Wahrnehmen: Ein Beobachtungsauftrag lenkt die Aufmerksamkeit auf ein entscheidendes Merkmal.
  • Übertragen: Ein bereits erarbeiteter Inhalt wird unter leicht veränderten Bedingungen angewendet.

Die zentrale Planungsfrage lautet: Was trägt diese Zusatzaufgabe zum Lernziel der heutigen Einheit bei?

Lässt sich dieser Zusammenhang nicht klar erklären, sollte die Aufgabe angepasst oder ersetzt werden.

Die Aufgaben müssen im Blickfeld bleiben

Side Activities laufen häufig selbstständig ab. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie ohne Betreuung stattfinden können. Die Trainingsleitung muss erkennen können, ob die Aufgabe verstanden wurde, sicher organisiert ist und in der gewünschten Qualität ausgeführt wird.

Dafür ist die räumliche Anordnung entscheidend. Die Zusatzaufgaben sollten so platziert sein, dass sie vom Standort an der Hauptaufgabe aus gut überblickt werden können. Stationen hinter dem Rücken oder in schlecht einsehbaren Bereichen erschweren die Kontrolle.

Bei der Planung helfen folgende Fragen:

  • Sind Hauptaufgabe und Side Activity von einer geeigneten Position aus sichtbar?
  • Lassen sich die entscheidenden Ausführungsmerkmale aus dieser Entfernung erkennen?
  • Sind Schlagbereiche, Laufwege und Ballflugrichtungen sicher voneinander getrennt?
  • Kann bei Bedarf schnell ein Hinweis gegeben oder die Aufgabe unterbrochen werden?
  • Bleibt der Überblick auch während des Anspielens erhalten?

Eine sichtbare Station ist noch nicht automatisch eine gut kontrollierbare Station. Wenn ein Qualitätsmerkmal nur aus unmittelbarer Nähe zu beurteilen ist, braucht es gezielte Kontrollmomente oder eine leichter beobachtbare Aufgabe.

Qualität überprüfen – nicht nur Aktivität feststellen

Dass eine Gruppe beschäftigt ist, sagt wenig über den Lernertrag aus. Auch bei Side Activities können Aufgaben ungenau ausgeführt, Bewegungen verändert oder vereinbarte Schwerpunkte vernachlässigt werden.

Deshalb braucht jede Zusatzaufgabe wenige, klar erkennbare Qualitätskriterien. Beim Schwerpunkt Treffpunkt könnten dies beispielsweise sein:

  • Den Ball vor dem Körper treffen.
  • Die Bewegung klein und kontrolliert halten.
  • Nach dem Kontakt im Gleichgewicht bleiben.

Diese Kriterien werden vor Beginn erklärt und anschließend wiederholt überprüft. Kurze, gezielte Rückmeldungen helfen, die Aufmerksamkeit auf den eigentlichen Schwerpunkt zurückzuführen.

Praktisch sinnvoll ist, die ersten Wiederholungen bewusst zu beobachten und danach regelmäßige Kontrollblicke einzuplanen. Bei Rotationswechseln lässt sich zusätzlich kurz prüfen, ob die Aufgabe weiterhin in der gewünschten Form ausgeführt wird.

Wenn die Qualität deutlich nachlässt, braucht es eine Reaktion: die Aufgabe vereinfachen, erneut erklären, die Belastung reduzieren oder die Organisation verändern. Mehr Wiederholungen gleichen eine ungeeignete Ausführung nicht aus.

Selbstständigkeit braucht einfache Aufgaben

Eine Side Activity sollte nach einer kurzen Einführung weitgehend eigenständig durchführbar sein. Dafür müssen Aufgabe, Ablauf und Erfolgskriterien verständlich sein.

Geeignet sind vor allem Aufgaben, die bereits bekannt sind oder schnell sicher erfasst werden können. Neue, komplexe Bewegungsaufgaben mit hohem Korrekturbedarf benötigen mehr direkte Betreuung und sind als parallel laufende Zusatzaufgabe häufig ungünstig.

Vor dem Start sollte klar sein:

  • Was ist zu tun?
  • Worauf kommt es bei der Ausführung an?
  • Wie lange oder wie häufig wird die Aufgabe durchgeführt?
  • Wann und auf welchem Weg erfolgt der Wechsel?

Selbstkontrolle und Partnerfeedback können die Durchführung unterstützen. Sie ergänzen jedoch die Beobachtung durch die Trainingsleitung.

Belastung und Erholung berücksichtigen

Nicht jede Wartezeit muss durch zusätzliche Belastung gefüllt werden. Manche Hauptaufgaben verlangen bewusste Erholung, damit Konzentration, Bewegungsgeschwindigkeit und Ausführungsqualität erhalten bleiben.

Eine intensive Lauf- oder Sprungaufgabe kann beispielsweise dazu führen, dass die anschließende technische Hauptaufgabe unter zunehmender Ermüdung ausgeführt wird. Das ist nur sinnvoll, wenn diese Belastung ausdrücklich zum Trainingsziel gehört.

Side Activities sollten deshalb hinsichtlich Dauer, Intensität und Schwierigkeit zur Hauptaufgabe passen. Bei anspruchsvollen technischen Inhalten können ruhige Kontroll- oder Beobachtungsaufgaben geeigneter sein als zusätzliche körperliche Belastung.

Maßstab ist die Qualität der gesamten Trainingseinheit – nicht die lückenlose Beschäftigung.

Beispiele für einen passenden Themenbezug

HauptthemaMögliche Side ActivityWorauf bei der Kontrolle achten?
Treffpunkt und BallkontrolleEinen selbst angeworfenen Ball mit kurzer Schlagbewegung in eine nahe Zielzone spielenTreffpunkt vor dem Körper, dosierter Schlägereinsatz, sichere Ausrichtung
Return und Split StepIn einer Partneraufgabe auf einen sichtbaren Wurfimpuls reagieren und den Split Step zeitlich abstimmenOrientierung am tatsächlichen Impuls, reaktionsbereite Landung
VolleyEinen weich zugeworfenen Ball mit kurzer Schlägerbewegung kontrolliert zurückspielenSchläger vor dem Körper, stabile Stellung der Schlagfläche, kein großes Ausholen
Taktische EntscheidungenEinen Ballwechsel mit der Frage beobachten: „Bei welchem Ball entsteht eine günstige Angriffssituation?“Entscheidung mit Merkmalen der Situation begründen
Aufschlag und BallwurfDen Ballwurf in einer markierten Position kontrolliert wiederholenGleichmäßige Ausführung, geeignete Ballposition, wenig Ausweichbewegung

Die konkrete Schwierigkeit richtet sich nach dem Leistungsstand. Auch eine thematisch passende Aufgabe verliert ihren Nutzen, wenn sie überfordert oder nur mit ständigen Korrekturen funktioniert.

Häufige Planungsfehler

Zusatzaufgaben ohne Bezug zum Trainingsziel: Die Gruppe ist aktiv, arbeitet aber an einem anderen Schwerpunkt. Besser ist eine Aufgabe, die einen klaren Teilaspekt des Hauptthemas aufgreift.

Zu viele parallele Stationen: Die Organisation wird unübersichtlich und Qualitätskontrollen werden oberflächlich. Die Anzahl sollte so gewählt werden, dass eine verlässliche Betreuung möglich bleibt.

Komplexe Aufgaben ohne ausreichende Einführung: Ein erheblicher Teil der Zeit geht für Rückfragen oder fehlerhafte Ausführung verloren. Eine kurze Demonstration mit wenigen Qualitätskriterien schafft Klarheit.

Unkontrolliertes Weiterlaufenlassen: Die Aufgabe wird zunehmend verändert, während die Aufmerksamkeit ausschließlich bei der Hauptstation liegt. Regelmäßige Kontrollblicke und kurze Rückmeldungen gehören deshalb fest zum Ablauf.

Von der Planung zur Praxis

Gut eingesetzte Side Activities erweitern die Lernmöglichkeiten im Gruppentraining. Sie greifen das Hauptthema auf, sind verständlich organisiert und lassen sich mit klaren Kriterien kontrollieren.

Für die Planung gehören deshalb drei Fragen untrennbar zusammen: Passt die Aufgabe zum Lernziel? Kann ich ihre Durchführung gut beobachten? Und woran erkenne ich die gewünschte Qualität?

Konkrete Übungsbeispiele und passende methodische Anpassungen für die Trainingspraxis finden sich im TennisGate TrainerClub.

Side Activities mit athletischen Inhalten

Athletische Side Activities können genutzt werden, um körperliche und koordinative Voraussetzungen für das Tennisspiel gezielt mitzuentwickeln. Dazu gehören beispielsweise Gleichgewicht, Stabilität, Beweglichkeit, Beinarbeit sowie das kontrollierte Abbremsen und Landen.

Gerade im Gruppentraining lassen sich solche Inhalte regelmäßig in den Trainingsablauf integrieren. Voraussetzung ist, dass sie zum Hauptthema passen, dem Leistungsstand entsprechen und mit guter Qualität durchgeführt werden können.

Eine athletische Side Activity braucht dieselbe Aufmerksamkeit für die Ausführung wie eine Schlagübung. Die Vorgabe „In der Wartezeit zehn Kniebeugen machen“ beschreibt zwar eine Tätigkeit, aber noch keine ausreichend betreute Trainingsaufgabe. Erst ein klares Ziel, verständliche Qualitätskriterien und eine passende Dosierung machen daraus einen sinnvollen Trainingsbaustein.

Der Zusammenhang mit dem Hauptthema muss erkennbar sein

Athletische Aufgaben sollten gezielt Voraussetzungen aufgreifen, die in der Hauptaufgabe benötigt werden. Der Zusammenhang muss dabei nicht durch eine möglichst genaue Nachahmung der Schlagbewegung entstehen. Entscheidend ist, welche körperliche Anforderung unterstützt werden soll.

Steht beispielsweise die Bewegung zu seitlich ankommenden Bällen im Mittelpunkt, können kontrolliertes Abbremsen und eine stabile Endposition passende Inhalte sein. Beim Spiel aus einer tiefen Treffhöhe bieten sich Aufgaben zur kontrollierten Beinarbeit und zum Gleichgewicht in einer abgesenkten Position an.

Hauptthema der TrainingseinheitPassender athletischer InhaltMögliche Side Activity
Seitliche Bewegung zum BallAbbremsen und GleichgewichtWenige seitliche Schritte ausführen und kontrolliert in einer stabilen Position stoppen
Tiefe TreffpunkteBeweglichkeit und Kontrolle in abgesenkter PositionAus einer aufrechten Position kontrolliert absenken und wieder aufrichten
Split Step und erster SchrittReaktionsbereitschaft und BewegungskoordinationAuf ein wechselndes optisches Signal mit einem kleinen Auftakt und einem ersten Schritt reagieren
Umschaltbewegung nach dem SchlagRichtungswechsel und erneute OrientierungNach einer kurzen seitlichen Bewegung abbremsen und auf Signal in eine neue Richtung starten
Aufschlag und ÜberkopfbewegungenBeweglichkeit und Kontrolle im Schultergürtel und RumpfBekannte, kontrollierte Mobilisationsaufgaben ohne Zusatzlast durchführen
Gleichgewicht nach dynamischen AktionenStabilität und LandekontrolleNach einem kleinen Sprung weich landen und die Position kurz stabilisieren

Diese Zuordnungen sind Beispiele. Welche Aufgabe geeignet ist, hängt von den individuellen Voraussetzungen, dem Trainingsziel und der bereits entstandenen Belastung ab.

Die Trainingsleitung muss die Bewegung beurteilen können

Bei athletischen Side Activities genügt es nicht, lediglich zu sehen, dass die Aufgabe durchgeführt wird. Die Trainingsleitung muss auch erkennen können, wie sie ausgeführt wird.

Dafür braucht es eine geeignete Position zur Station. Eine Übung kann zwar im Blickfeld liegen, aus der Entfernung oder dem gewählten Blickwinkel aber kaum zuverlässig zu beurteilen sein. Je nach Aufgabe müssen beispielsweise Fußaufsatz, Beinführung, Rumpfposition oder Landeverhalten erkennbar sein.

Für die Organisation bedeutet das:

  • Die Station liegt in einem gut einsehbaren Bereich.
  • Die Ausrichtung ermöglicht einen Blick auf die entscheidenden Bewegungsmerkmale.
  • Laufwege, Schlagbereiche und herumliegende Bälle beeinträchtigen die Ausführung nicht.
  • Kurze Korrekturen sind möglich, ohne den gesamten Trainingsablauf aufzulösen.
  • Die Aufgabe wird so einfach gewählt, dass ihre Qualität auch bei geteilter Aufmerksamkeit überprüft werden kann.

Wenn eine athletische Aufgabe dauerhaft direkte Betreuung benötigt, eignet sie sich in dieser Form nicht als selbstständig laufende Side Activity. Dann sollte sie vereinfacht oder gemeinsam mit der Gruppe durchgeführt werden.

Wenige Qualitätskriterien machen die Kontrolle wirksam

Für jede Aufgabe sollten zwei bis drei gut beobachtbare Kriterien festgelegt werden. Zu viele Hinweise erschweren sowohl die selbstständige Ausführung als auch die Kontrolle.

Bei einer Aufgabe zum seitlichen Abbremsen könnten die Kriterien lauten:

  • Das Tempo vor dem Stopp kontrolliert reduzieren.
  • Die Endposition im Gleichgewicht erreichen.
  • Aus der Position wieder bewegungsbereit sein.

Bei einer einfachen Sprung- und Landeaufgabe könnten sie lauten:

  • Leise und kontrolliert landen.
  • Die Knie in Richtung der Füße führen.
  • Die Landeposition kurz stabilisieren.

Die ersten Wiederholungen sollten bewusst beobachtet werden. Erst wenn die Aufgabe verstanden wurde und sicher gelingt, läuft sie eigenständig weiter. Auch danach bleiben regelmäßige Kontrollblicke und kurze Rückmeldungen notwendig.

Die Anzahl der Wiederholungen ist dabei kein ausreichendes Erfolgskriterium. Fünf kontrollierte Wiederholungen können für das Lernziel sinnvoller sein als zehn hastige Wiederholungen mit deutlichem Qualitätsverlust.

Athletische Side Activities dürfen die Hauptaufgabe nicht unbeabsichtigt beeinträchtigen

Athletische Zusatzaufgaben verändern die Belastung der gesamten Trainingseinheit. Was als aktive Nutzung einer Wartephase geplant ist, kann die notwendige Erholung verkürzen.

Besonders bei intensiven Lauf-, Sprung- oder Kraftaufgaben muss deshalb geprüft werden, wie die anschließende Hauptaufgabe gelingt. Werden die Bewegungen unpräziser, nimmt die Konzentration ab oder lässt die Schlagqualität deutlich nach, kann die Zusatzbelastung zu hoch sein.

Die Dosierung sollte sich daher an drei Fragen orientieren:

  • Welche Belastung entsteht bereits durch die Hauptaufgabe?
  • Soll die Side Activity aktivieren, einen Bewegungsaspekt schulen oder einen eigenständigen athletischen Trainingsreiz setzen?
  • Wie viel Erholung wird für die nächste Ausführung der Hauptaufgabe benötigt?

Bei einem technischen Lernschwerpunkt sind kurze, kontrollierte Aufgaben häufig leichter einzubinden als intensive Belastungsserien. Soll dagegen ausdrücklich unter Ermüdung gearbeitet werden, muss dies als Ziel geplant und entsprechend betreut werden.

Auch über mehrere Rotationen hinweg ist die Gesamtmenge zu beachten: Eine kleine Zusatzaufgabe kann durch häufige Wiederholung zu einem erheblichen Belastungsumfang werden.

Bekannte Aufgaben bevorzugen und gezielt weiterentwickeln

Für selbstständige athletische Side Activities eignen sich vor allem Aufgaben, deren grundlegende Ausführung bereits bekannt ist. Neue oder anspruchsvolle Übungen sollten zunächst gemeinsam eingeführt werden.

Die Weiterentwicklung muss nicht immer über mehr Tempo, mehr Wiederholungen oder größere Sprunghöhen erfolgen. Je nach Ziel kann sie auch durch präzisere Bewegungskontrolle, wechselnde Signale oder eine zusätzliche Orientierungsaufgabe entstehen.

Dabei sollte jeweils nur so viel verändert werden, dass die gewünschte Qualität erhalten bleibt. Wenn eine Aufgabe nicht mehr kontrolliert gelingt, wird die Anforderung reduziert.

Praxisbeispiel: Seitliche Bewegung und kontrolliertes Abbremsen

In der Hauptaufgabe werden seitlich ankommende Bälle gespielt. Der Schwerpunkt liegt darauf, eine geeignete Position zum Ball zu erreichen und nach dem Schlag die Umschaltbewegung einzuleiten.

Als Side Activity wird auf einer freien, gut einsehbaren Fläche eine kurze seitliche Bewegung mit anschließendem kontrolliertem Stopp ausgeführt. Die Endposition wird kurz stabilisiert, bevor eine neue Wiederholung beginnt.

Der Auftrag lautet: „Seitlich bewegen, kontrolliert stoppen und im Gleichgewicht bleiben.“

Die Trainingsleitung überprüft, ob das Bewegungstempo zur Aufgabe passt, die Endposition sicher erreicht wird und die Ausführung über mehrere Wiederholungen stabil bleibt. Erst dann kann ein Signal für den anschließenden Richtungswechsel ergänzt werden.

So unterstützt die athletische Side Activity einen konkreten Teilaspekt der Hauptaufgabe. Sie bleibt überschaubar, gut beobachtbar und gezielt korrigierbar.

Nach oben scrollen
Secret Link
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner