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Koordinationstraining

Koordinationstraining verbindet Wahrnehmung und Bewegungssteuerung und unterstützt die Anpassung an wechselnde Spielsituationen.

Koordinationstraining verbessert die Fähigkeit, Bewegungen zielgerichtet zu steuern und an wechselnde Anforderungen anzupassen.

Was bedeutet Koordinationstraining?

Koordination beschreibt das Zusammenspiel von Wahrnehmung und Bewegungssteuerung. Informationen über den eigenen Körper, den Ball und die Umgebung werden aufgenommen und für eine passende Bewegung genutzt.

Koordinationstraining stellt deshalb Aufgaben, bei denen Bewegungen präzise abgestimmt, miteinander verbunden oder an neue Bedingungen angepasst werden müssen. Entscheidend ist die Qualität der Lösung.

Welche koordinativen Fähigkeiten gibt es?

Für die Trainingsplanung ist die Unterscheidung mehrerer Fähigkeiten hilfreich:

  • Orientierungsfähigkeit: Die eigene Position und Bewegung im Raum einschätzen.
  • Differenzierungsfähigkeit: Bewegungen und Krafteinsatz fein dosieren.
  • Gleichgewichtsfähigkeit: Das Gleichgewicht halten oder wiederherstellen.
  • Reaktionsfähigkeit: Auf ein Signal schnell mit einer passenden Bewegung antworten.
  • Rhythmisierungsfähigkeit: Zeitliche Bewegungsabläufe erkennen und gestalten.
  • Kopplungsfähigkeit: Teilbewegungen zu einer Gesamtbewegung verbinden.
  • Umstellungsfähigkeit: Eine begonnene oder geplante Handlung an veränderte Bedingungen anpassen.

Diese Fähigkeiten wirken in der Praxis zusammen. Die Zuordnung hilft, einen Trainingsschwerpunkt festzulegen.

Bedeutung für das Tennis

Im Tennis verändern sich Ballflug, Treffhöhe, Zeitdruck und Positionen fortlaufend. Die Bewegung muss auf diese Bedingungen abgestimmt werden.

Koordination zeigt sich beispielsweise darin, die Schritte zum Ball passend zu gestalten, den Schläger präzise zum Treffpunkt zu führen und anschließend den Platz abzudecken.

Welche Aufgaben eignen sich für das Tennis?

Geeignet sind Aufgaben, die einen klaren koordinativen Schwerpunkt mit Wahrnehmung und Bewegung verbinden:

  • Einen Ball während eines Linienlaufs prellen und gleichzeitig andere Laufwege beachten.
  • Unterschiedliche Schrittfolgen mit Fangen, Werfen oder Passen verbinden.
  • Nach einem seitlichen Schritt oder einer Landung das Gleichgewicht kontrollieren.
  • Auf wechselnde Ballrichtungen mit einer passenden Bewegung antworten.
  • Bälle abwechselnd in kurze und lange Zielzonen spielen.

Auch Parteiball kann Orientierung und Bewegungsanpassung fördern. Allgemeine Aufgaben erweitern die Bewegungserfahrung. Für die Übertragung auf das Tennis werden anschließend Ballflug, Treffpunkt und Spielsituation einbezogen.

Das bedeutet es für das Training

Koordinative Aufgaben sollten Aufmerksamkeit und Anpassung verlangen. Wird eine bekannte Schrittfolge nur noch automatisch abgespult, kann eine gezielte Variation einen neuen Lernreiz setzen.

Anspruchsvolle neue Aufgaben passen häufig in eine frühe Phase der Trainingseinheit. Unter Ermüdung sollte die Schwierigkeit so gewählt werden, dass eine kontrollierte Ausführung möglich bleibt.

PRAXIS

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