Hohe und tiefe Übergaben im Partnerteam

FREI Dieser Coaching Impuls ist aktuell frei zugänglich.

Zwei Kinder stehen Rücken an Rücken. Ein Ball wird abwechselnd über Kopf und zwischen den Beinen hindurch an die andere Person übergeben. Nach jeder Übergabe nimmt die empfangende Person den Ball auf und führt ihn auf dem anderen Weg zurück. Für die Übergabe nach unten werden Knie und Hüfte gebeugt; für die Übergabe nach oben richtet sich der Körper wieder auf. Die Füße bleiben zunächst an ihrem Platz.

Trainingsziel

  • Beweglichkeit beim Beugen und Aufrichten spielerisch fördern.
  • Hohe und tiefe Bewegungsräume bewusst erreichen.
  • Die Übergabe mit einer zweiten Person koordinieren.
  • Einen gleichmäßigen Bewegungsrhythmus entwickeln.

Übertragung auf das Tennis

Im Tennis müssen Kinder ihre Körperhöhe immer wieder anpassen: Sie bewegen sich zu tiefen Bällen – wie zum tiefen Volley – , richten sich für hohe Treffpunkte auf ( wie beim Aufschlag und Schmetterball) und behalten dabei die Kontrolle über ihre Position. Die Übung macht diesen Wechsel erfahrbar. Sie trainiert jedoch keinen konkreten Tennisschlag; der Nutzen liegt vor allem in der Bewegungsvielfalt und der Koordination.

Belastungsdosierung

Mit 2–3 Durchgängen à 20–30 Sekunden beginnen und dazwischen kurz pausieren. Die Bewegung soll kontrolliert und im gemeinsamen Rhythmus möglich bleiben. Wenn die Übergaben hektisch werden oder die Bewegungsqualität nachlässt, endet der Durchgang.

Coaching Keys

  • Für die tiefe Übergabe Knie und Hüfte beugen.
  • Den Ball für die hohe Übergabe kontrolliert über Kopf führen.
  • Rücken an Rücken ausgerichtet bleiben und nicht auseinanderlaufen.
  • Erst übergeben, wenn die andere Person den Ball sicher übernehmen kann.
  • Einen ruhigen, gemeinsamen Rhythmus halten.

Progressive Anpassung

  1. Bewegung kennenlernen: Beide Wege ohne Zeitdruck einzeln ausprobieren.
  2. Wechsel verbinden: Den Ball fortlaufend oben und unten übergeben.
  3. Rhythmus halten: Mehrere Übergaben ohne Unterbrechung ausführen.
  4. Richtung wechseln: Nach einem Durchgang die Übergaberichtung umkehren.
  5. Tennisbezug herstellen: Anschließend auf ein Signal hin einen tiefen oder hohen Ball aus kurzer Distanz fangen. So wird die Anpassung der Körperhöhe mit der Wahrnehmung eines ankommenden Balls verbunden.

Mögliche Korrekturen

  • Der Ball ist unten schwer erreichbar: Den Abstand leicht vergrößern und tiefer aus Knie und Hüfte arbeiten.
  • Die hohe Übergabe gelingt nur mit starkem Zurücklehnen: Den Ball näher am Körper führen und die Übergabehöhe reduzieren.
  • Die Partner bewegen sich auseinander: Vor dem nächsten Durchgang die Ausgangsposition neu einnehmen.
  • Der Rhythmus bricht ab: Tempo reduzieren und jede Übergabe erst nach sicherem Greifen fortsetzen.

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