Die Übung bereitet die aktive Funktion der zweiten Hand bei der beidhändigen Rückhand vor. Der Schläger wird mit der nicht-dominanten Hand geführt – bei Rechtshändigen mit der linken Hand. Die gegenüberstehende Person wirft den Ball kontrolliert zu.
Nach dem Aufsprung wird der Ball zwischen der freien Hand und dem Saitenbett eingeklemmt. Anschließend wird er vor dem Körper fallen gelassen. Nach einem erneuten Aufsprung wird der Ball mit einer kurzen, kontrollierten Vorhandbewegung der nicht-dominanten Hand zum Partner zurückgespielt.
Das Einklemmen und der anschließende Schlag bilden zunächst zwei klar getrennte Aktionen. Dadurch bleibt Zeit, den Abstand zum Ball zu organisieren und das Zurückspielen vorzubereiten. Im Mittelpunkt stehen ein mittiger Kontakt im Saitenbett, ein Treffpunkt vor dem Körper und eine kontrollierte Schlägerführung nach vorne. Die Bewegung entspricht bei Rechtshändigen einer Linkshänder-Vorhand und bereitet damit die spätere Funktion der oberen Hand bei der beidhändigen Rückhand vor.
Trainingsziel
- Die nicht-dominante Hand als aktive Schlaghand einsetzen
- Den Ball kontrolliert zwischen freier Hand und Saitenbett einklemmen
- Abstand und Treffpunkt vor dem Körper organisieren
- Den selbst fallengelassenen Ball nach dem Aufsprung kontrolliert schlagen
- Die Funktion der oberen Hand bei der beidhändigen Rückhand vorbereiten
Coaching Keys
- Schläger mit der zweiten Hand führen: Die nicht-dominante Hand übernimmt die Schlagbewegung. Die freie Hand unterstützt das Einklemmen.
- Zuerst sicher einklemmen: Den Ball nach dem Aufsprung möglichst mittig zwischen Hand und Saitenbett aufnehmen.
- Vor dem Körper fallen lassen: Den Ball so lösen, dass nach dem erneuten Aufsprung ausreichend Platz für den Schlag bleibt.
- Kurz und nach vorne spielen: Eine kompakte Bewegung mit kontrollierter Schlägerführung zum Partner ausführen.
- Weich zurückspielen: Das Tempo so dosieren, dass der Partner den Ball gut erreichen und die nächste Wiederholung vorbereiten kann.
Mögliche Korrekturen
Der Ball wird beim Einklemmen nicht mittig getroffen:
Die Anspielmethode vereinfachen und langsamer zuwerfen. Mit kleinen Anpassungsschritten eine günstige Position zum Ball herstellen.
Das Einklemmen wird übersprungen:
Den Ablauf zunächst bewusst trennen: einklemmen, kurz kontrollieren, fallen lassen und nach dem Aufsprung zurückspielen. Das direkte Zurückspielen folgt erst als nächste Steigerung.
Der Ball wird zu nah am Körper fallen gelassen:
Den Ball weiter vorne lösen und den Abstand vor dem Schlag mit kleinen Schritten anpassen.
Der Ball wird geworfen statt mit dem Schläger gespielt:
Nach dem Einklemmen den Ball lediglich fallen lassen. Erst nach dem Bodenkontakt folgt die Schlagbewegung mit der nicht-dominanten Hand.
Die Schlagbewegung wird zu groß oder zu hektisch:
Die Ausholbewegung verkleinern und den Ball ruhig aufspringen lassen. Den Schläger kontrolliert nach vorne führen.
Der Ball wird zu hart zurückgespielt:
Das Schlagtempo reduzieren und einen gut erreichbaren Zielbereich beim Partner wählen. Kontrolle und ein mittiger Kontakt stehen im Vordergrund.
Progressiver Aufbau
1. Einklemmen sichern
Den zugeworfenen Ball nach dem Aufsprung zwischen freier Hand und Saitenbett einklemmen. Abstand und mittige Aufnahme stehen im Mittelpunkt.
2. Einklemmen, fallen lassen und zurückspielen
Den Ball nach dem Einklemmen vor dem Körper fallen lassen. Nach dem erneuten Aufsprung mit der nicht-dominanten Hand kontrolliert zum Partner spielen.
3. Direkt nach dem Aufsprung spielen
Das Einklemmen entfällt. Der zugeworfene Ball wird nach dem Aufsprung direkt mit einer kurzen Vorhandbewegung der nicht-dominanten Hand zurückgespielt.
4. Dominante Hand ergänzen
Die dominante Hand unten am Griff hinzufügen. Die nicht-dominante Hand befindet sich darüber und bringt die zuvor erarbeitete Bewegung in die beidhändige Rückhand ein.
5. Beidhändige Rückhand im kooperativen Ballwechsel anwenden
Aus einem kontrollierten Anspiel einen ruhigen Ballwechsel entwickeln. Distanz und Tempo so wählen, dass Treffpunkt und Schlägerführung weiterhin sicher kontrolliert werden können.
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