Für den Einstieg in den Return wird zunächst das Timing des Split Steps isoliert geschult. Der Trainer spielt den Ball vor sich nach oben und variiert dabei bewusst die Höhe. Die Spielerinnen beobachten die Aktion und passen den Zeitpunkt ihres Split Steps an die unterschiedliche Flugzeit des Balls an. Dadurch lässt sich unmittelbar erkennen, ob der Split Step lediglich in einem festen Rhythmus ausgeführt oder tatsächlich an die jeweilige Situation angepasst wird. Im nächsten Schritt wird diese zeitliche Abstimmung mit der Returnbewegung verbunden. Ziel ist eine aktive Landung, aus der unmittelbar die Reaktion auf den kommenden Ball eingeleitet werden kann.
Trainingsziel
- Timing des Split Steps für den Return entwickeln
- Den Absprung an unterschiedliche zeitliche Situationen anpassen
- Wahrnehmung und Fußarbeit miteinander koppeln
- Eine aktive Landung als Ausgangspunkt für die anschließende Reaktion entwickeln
- Den Split Step schrittweise mit der Returnbewegung verbinden
Coaching Keys
- Aktion des Trainers beobachten: Nicht in einem vorgegebenen eigenen Rhythmus springen.
- Flughöhe wahrnehmen: Unterschiedliche Höhen verändern die verfügbare Zeit und damit das Timing des Split Steps.
- Absprung anpassen: Der Zeitpunkt des Absprungs wird der jeweiligen Situation angepasst.
- Klein und aktiv springen: Der Split Step dient der Vorbereitung auf die anschließende Reaktion und ist kein hoher Sprung.
- Aktiv landen: Aus der Landung unmittelbar für die nächste Bewegung bereit sein.
Mögliche Korrekturen
Der Split Step erfolgt immer zum gleichen Zeitpunkt:
Die Flughöhe des Balls deutlicher variieren. Dadurch wird sichtbar, ob tatsächlich auf die Aktion reagiert oder lediglich ein eingeübter Rhythmus abgespult wird.
Der Absprung erfolgt zu früh:
Die Aktion des Trainers länger beobachten und den Split Step nicht vorschnell einleiten.
Der Absprung erfolgt zu spät:
Die Bewegung frühzeitig vorbereiten, damit die Landung rechtzeitig für die anschließende Reaktion erfolgt.
Der Split Step ist zu hoch:
Die Sprunghöhe reduzieren. Entscheidend sind Timing und eine schnelle, aktive Landung – nicht die Höhe des Sprungs.
Nach der Landung entsteht eine Pause:
Die Landung als Ausgangspunkt der nächsten Bewegung verstehen. Split Step und Reaktion sollen fließend ineinander übergehen.
Progressiver Aufbau
1. Gleichbleibende Flughöhe
Der Trainer spielt den Ball zunächst wiederholt auf eine ähnliche Höhe nach oben. So kann ein erstes Gefühl für das Timing des Split Steps entstehen.
2. Unterschiedliche Flughöhen
Der Ball wird bewusst unterschiedlich hoch gespielt. Die Spielerinnen müssen den Zeitpunkt ihres Split Steps entsprechend anpassen.
3. Unregelmäßige Variation
Die Flughöhe wird ohne vorherige Ankündigung verändert. Dadurch gewinnt die Beobachtung der Aktion gegenüber einem vorgegebenen Bewegungsrhythmus an Bedeutung.
4. Split Step mit anschließender Richtungsreaktion
Nach der Landung folgt eine einfache Bewegung nach links oder rechts. Damit wird die aktive Landung zunehmend mit der Bewegung zum Ball verbunden.
5. Übertragung auf den Return
Die isolierte Timing-Aufgabe wird mit einem kontrollierten Return verbunden. Die Schlagbewegung bleibt zunächst kompakt, damit Split Step, Reaktion und Treffpunkt im Mittelpunkt stehen.
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