Hier bekommst du vier weitere Übungsbeispiele, bei denen du den Schläger auch mal zur Seite legen kannst.

Einführung des tiefen Volleys bei Kindern:

Auch wenn die Allerkleinsten erst wenige Stunden auf dem Tennisplatz verbracht haben, sollte man als Trainer nicht versäumen, die Kids auch Erfahrungen mit dem Schlagen direkt aus der Luft machen zu lassen. Dabei kann man durchaus das Netz als Hindernis weglassen. Machen die Kleinen ihre ersten Versuche beim Flugball nämlich mit Netz, so wird aufgrund der Körpergröße der Flugball nur von oben nach unten gespielt, noch dazu aus einer Position sehr nah am Netz (Foto 1).

Es kann durchaus vorteilhaft sein, schon bei der Einführung des Flugballes den vermeintlich „schwierigeren“ Schlag von unten nach oben für die erste Begegnung mit dem Flugball zu verwenden (Foto 2).

In unserem Fotobeispiel steht der Trainer ca. 2 Meter vom Schüler entfernt, um den Ball zu zuwerfen. Um gleich von Beginn an eine gefühlvolle und dosierte Schlagbewegung anzubahnen, soll der zugeworfene Ball so zum Trainer zurückgespielt werden, dass der ihn ohne Probleme fangen kann. Gelingt dies, ist für den Schüler sofort eine positive Rückmeldung vorhanden.

Ball von hinten anwerfen:

Auf den ersten Blick scheint diese Variante des Zuwerfens nicht sehr sinnvoll zu erscheinen, denn wann kommt der Ball schon mal von hinten angeflogen. Auch wenn die Ballflugbahn nicht realistisch ist, bei Problemen mit dem Treffpunkt kann das Zuwerfen von hinten aber eine brauchbare methodische Hilfe für den Schüler sein.

Der Trainer möchte zum Beispiel den Treffpunkt der Vorhand verbessern. Im Fotobeispiel 3 ist zu sehen, wie der Trainer vom Netz aus gesehen hinter dem Schüler steht. Von hier wirft er den Ball an der Vorhand-Schlagseite vorbei Richtung Netz. Der Schüler muss nun praktisch dem Ball „hinterherlaufen“ und den Schläger weit nach vorne bringen, um ihn zu erreichen (Foto 3). Dies kann dem Schüler helfen, ein Gefühl für einen Treffpunkt, der weiter vor dem Körper liegt, zu entwickeln.

Werfer gegen Schläger:

Wer gewinnt? Der Trainer, der ohne seinen Tennisschläger antreten muss oder der ambitionierte Youngster mit Schläger (Foto 4)? Der Werfer darf natürlich den Tennisball nur fangen und werfen. Der Spieler kämpft mit seinem Racket um die Punkte. Hier können Wetten abgeschlossen werden.

Allemal eine motivierende und spaßige Abwechslung im täglichen Training. Und wer will es seinem Trainer nicht einmal richtig zeigen? Doch aufgepasst, der wird auch ohne sein Racket vielleicht stärker sein als zunächst vermutet.