Auch in luftiger Höhe lässt sich ein Rückhandangriffsschlag wirkungsvoll als Angriffsball spielen.   

Diese recht spektakuläre Variante eines Rückhandangriffsschlages ist das Markenzeichen des ehemaligen deutschen Davis Cup Spielers Florian Mayer. Er beherrscht diesen schwierigen Schlag perfekt und kann dadurch auch sehr hoch abspringende Bälle durch das Schlagen im Sprung sehr früh nehmen und somit den Gegner unter Druck setzen

Im ersten Foto läuft unser Spieler den auf ihn zukommenden Ball an. Er ist gerade im Begriff sein rechtes Bein nach vorne aufzusetzen. Die Körperstellung ist dabei komplett seitlich. In Foto 2 ist dann die Absprungphase zu sehen. Der Spieler springt dabei vom vorderen rechten Bein ab. Der Oberkörper ist so weit nach hinten gedreht, dass beinahe die gesamte rechte Hälfte des Rückens nach vorne in Richtung Netz zeigt. Eine besondere Funktion hat in dieser Sprung- und Ausholphase das linke Bein. Dies wird an der Position des linken Knies deutlich. Es zeigt nämlich so weit nach vorne, dass die Kniespitze in Richtung Ball zeigt. 

Exakt diese Position ist auch beim Foto von Florian Mayer zu sehen. Durch diese Beinposition bleibt der Spieler auch in der Flugphase stabil und „steht“ praktisch in der Luft.

Dies ändert sich dann bei der Zuschlagbewegung in Foto 3. In dem Maße, wie der Oberkörper nach vorne rotiert und dabei den Schläger in Richtung Ball beschleunigt, wird das linke Bein förmlich nach hinten gerissen. Es dient praktisch zum Ausgleich der beiden Körperhälften Rumpf und Beine und hält den ganzen Körper im Gleichgewicht. Beim Treffen des Balles befindet sich der Spieler immer noch in der Luft.

Im vierten Foto ist die Landung zu beobachten. Das rechte Bein setzt mit der Fußspitze nach vorne auf. Dies ermöglicht einen direkten Übergang der Laufarbeit nach vorne. Das linke Bein ist noch weit nach hinten geschlagen und sorgt trotz der einbeinigen Landung für Stabilität. Der Oberkörper ist in diesem Moment schon wieder frontal und der Schläger schwingt voll über die rechte Schulter aus.

Aus dieser nun wieder sehr ausgewogenen Position fällt es dem Spieler leicht, seinen Angriffsschwung auf dem weiteren Weg zum Netz mitzunehmen.